Wie jeden ersten Montag im Monat traf sich die Löschgruppe Veert um 20:00 Uhr am Gerätehaus.

Als Thema für den Übungsabend stand lediglich “Brandeinsatz” auf dem Dienstplan, so dass die Kameradinnen und Kameraden noch keine Vorstellung hatten was an diesem Abend auf sie zu kam.

Um 20:05 Uhr bekamen die Kameradinnen und Kameraden über Funk von der fiktiven Leitstelle “ Florian Geldern” den Einsatzauftrag “unklare Rauchentwicklung aus Werkstatt auf der Gerhart-Hauptmann-Straße, dortiger Dachdeckerbetrieb Gravendyck”.
Es war unklar ob sich noch Personen im Gebäude befinden.
Nach Eintreffen des LF 10 wurde sofort, aufgrund der starken Verrauchung klar, das hier etwas nicht stimmt.
Nach der ersten Erkundung des Gruppenführers wurde ihm durch einen “Mitarbeiter” (Übungsleiter Daniel Murmann) mitgeteilt, dass er nicht weiss ob sein Kollege jetzt noch in der Werkstatt sei oder schon zur Baustelle gefahren ist. Zudem habe es einen lauten Knall gegeben und es hat angefangen zu qualmen. Gefährliche Stoffe innerhalb der Werkstatt wurden verneint.
Dem entsprechend musste davon ausgegangen werden, dass “Menschenleben in Gefahr” sind (was sich im Nachhinein nicht herausgestellt hat, da sich der vermisste Mitarbeiter bereits auf der Baustelle befand).
Umgehend wurde der erste Trupp bestehend aus Thomas Willems und Tobias Pauels zur Menschenrettung eingesetzt.

Was niemand wusste ist, dass Thomas bereits durch die Übungsleiter Daniel Murmann und Florian Schinke eingeweiht wurde und später “verunglücken” wird.

Nach kurzer Zeit um ca. 20:20 Uhr gab es einen lauten Knall aus der Werkstatt, in der sich gerade der Angriffstrupp befand.
Unser Gruppenführer an diesem Abend, Dieter Lemper, reagierte blitzschnell und sprach den Angriffstrupp per Funk an, der sich aber nicht meldete.
Daraufhin wurde sofort der Sicherungstrupp (Michael Quinders und Klaus Vester) losgeschickt um die vermeintlich verletzten Kameraden aufzuspüren und zu retten.
Kurze Zeit später folgte dann auch von Tobi der gefürchtetste Funkspruch der Feuerwehr “MAYDAY MAYDAY MAYDAY” (Tobi war als Teampartner nicht über den Atemschutznotfall von Thomas eingeweiht, so dass es für ihn sehr realistisch war).
Leider war der vorherige Zugangsweg zur Werkstatt versperrt, so dass die Kameraden blitzschnell umdenken mussten und einen anderen Weg zur Werkstatt finden mussten.
Kurze Zeit später wurde der Angriffstrupp gefunden und Thomas (der vermeintlich bewusstlos war) ein neues Atemschutzgerät aufgesetzt, woraufhin seine Rettung erfolgte. 
Das Ziel dieser Übung war: “Wie schnell wird eine Gefahrensituation bzw. Lebensgefahr für die Feuerwehrleute erkannt und wie schnell und effizient wird der verunfallte Trupp gerettet?”
Dafür gibt es bei der Feuerwehr den sogenannten “MAYDAY MAYDAY MAYDAY” Funkspruch der nur im äußersten Notfall benutzt werden darf und sofortiger Handlung bedarf.

Das Ziel der Übung wurde für die Übungsleiter Daniel und Florian als äußerst gelungen empfunden. Auch bei widrigen Verhältnissen, wie z.B. die massive Verrauchung, das Fehlen der Wärmebildkamera ( ja sehr fies, dass die an dem Abend nicht im Einsatzleitwagen war), des versperrten Zugangsweg und das in die Irre führen mit dem vermeintlich vermissten Kollegen des Dachdeckers.
Dies ist in der anschließenden Feedbackrunde bei gesponserten Kaltgetränken der Firma Gravendyck hervor gehoben worden.
Unser Löschgruppenführer Thorsten Backhausen hat als Beobachter fungiert und nochmals darauf hingewiesen das Kommunikation und Rückmeldungen der Trupps in solchen Fällen das absolute A und O sind.
Alles in allem war es eine super Übung die von allen Beteiligten als gelungen und lehrreich empfunden wurde.
Ein riesen Dankeschön an Markus Gehrke; Firmeninhaber der Firma Gravendyck Bedachungen, dass wir in Euren Räumlichkeiten üben durften und für die Bereitstellung der Fotos.
Solche Übungen in ortsansässigen Betrieben sind wichtig für die Feuerwehr, um im schlimmsten Fall die Gegebenheiten vor Ort zu kennen.

Hier einige Bilder der Übung; dazu sei erwähnt, dass es sich bei der Verrauchung um ungefährlichen "Diskonebel" handelt.
Die Kameraden, die ohne Atemschutzgerät in der verqualmten Halle zu sehen sind, haben sich somit keiner Gefahr ausgesetzt.





















   

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Quelle: Deutsche Wetterdienst
Letzte Aktualisierung 18/10/2017 - 14:43 Uhr
   
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